Behinderung und Armut
Utl.: ÖAR-Tagung in Kooperation mit BMASK und Bundessozialamt
Am Dienstag, dem 25. Mai findet ab 13.00 im Congress Center (Messegelände Wien) ein Informationsnachmittag mit dem Titel "Behinderung, Armut und soziale Ausgrenzung" anlässlich "2010 - Europäisches Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung" statt, der auf Initiative der ÖAR (Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation) und des Bundessozialamts mit Unterstützung des BMASK veranstaltet wird.
In Österreich sind rund 82.000 Menschen mit Behinderungen von Armut betroffen – darauf verwies die Österreichische Armutskonferenz in einer Aussendung Anfang Dezember vergangenen Jahres. Damit sei das Armutsrisiko von Menschen mit Behinderungen doppelt so hoch wie das der Restbevölkerung, so Sozialexperte Martin Schenk. Schenk verwies weiter darauf, dass demnach 38.000 Personen mit Behinderung ihre Wohnung nicht angemessen warm halten könnten, 96.000 in überbelegten Wohnungen lebten und 85.000 Personen mit wichtigen Zahlungen im Rückstand seien. Im Vergleich mit anderen Bevölkerungsgruppen, die ein hohes Armutsrisiko aufweisen, tritt bei Personen mit Behinderung hohe manifeste Armut und hohe soziale Ausgrenzung gleichzeitig auf. Wer mit einer Behinderung wenig finanzielle Möglichkeiten hat, hat auch weniger gesellschaftliche Teilhabemöglichkeiten und ist von stärkerer sozialer Ausgrenzung bedroht. Ebenso ist es umgekehrt - wer durch eine Behinderung in zentralen gesellschaftlichen Bereichen geringere Zugangsmöglichkeiten hat, hat auch geringere ökonomische Mittel zur Verfügung, so Schenk.
Die Einladung zur Tagung richtet sich an alle, die an einer gemeinsamen Gesprächsplattform ebenso interessiert sind wie an Auskünften, Angeboten und Infomaterial von Ausstellern aus dem Wirtschafts-, Sozial-, Pharma- und Reha-Bereich.
Der Eintritt zu dieser Tagung ist frei; Anmeldungen und das genaue Tagungsprogramm sind auf der Internetseite der ÖAR www.oear.or.at (Aktuelles/Termine) zu finden.
Wien, 19. April 2010
