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Sag mir, wie Du sprichst ... auch Sprache diskriminiert!

Nach wie vor haben behinderte Menschen im Alltag mit erheblichen Barrieren zu kämpfen. Diskriminierung findet leider auch sehr oft im sprachlichen Alltag statt. Die ÖAR hat daher die noch immer am häufigsten verwendeten Formulierungen zusammengestellt.

Prinzipiell sollte die Behinderung eines Menschen nur dann erwähnt werden, wenn sie für den Inhalt des Beitrages relevant ist. Formulierungen wie "Behinderter", "Blinder" u.ä. reduzieren eine Persönlichkeit auf ihr "Defizit". Menschen sind in erster Linie männlich oder weiblich, alt oder jung ... und sie haben eine Krankheit oder Behinderung.

Am häufigsten leider immer wieder verwendet werden folgende Floskeln:

  • Der Begriff "an den Rollstuhl gefesselt" impliziert auch eine Einschränkung der geistigen Mobilität. Es kann jemand einfach "Rollstuhlfahrer" oder "auf den Gebrauch eines Rollstuhls angewiesen" sein.
  • Menschen mit Down-Syndrom werden immer wieder als "mongoloid" bezeichnet. Dieser Begriff stammt aus dem Dritten Reich und diente der Deklaration der Minderwertigkeit.
  • Es gibt "taubes Gestein", "taube Fingerspitzen", jedoch keine tauben/taubstummen Menschen". Gehörlose Menschen sind in den seltensten Fällen auch stumm, sondern hatten keine Sprachentwicklung. Der Begriff der "Taubheit" bedeutet zugleich Unsensibilität.
  • Kleinwüchsige Personen werden immer noch fallweise als "Liliputaner" bezeichnet - ein Begriff aus der Jahrmarktsprache. Die Anerkennung als ernstzunehmende Persönlichkeit wird durch diese Formulierung verhindert.
  • Und nicht zuletzt: Auch Sprachspiele wie etwa "dafür sind manche genauso geeignet wie ein Einbeiniger für einen Marathon" sind abwertend und lassen sich mit Sicherheit durch andere Sprachbilder ersetzen. Analoge Beispiele zu den genannten gibt es leider noch immer viel zu viele.

Wir ersuchen, solche und ähnliche Formulierungen zu unterlassen. Die Integration behinderter Menschen in alle gesellschaftlichen Bereiche und ihre Anerkennung als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft wird durch diese diskriminierenden Formulierungen wesentlich erschwert.

Mehr Hinweise finden Sie im Buch der Begriffe (PDF, 997KB).

Eine Initiative der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (ÖAR) zum nicht-diskriminierenden Sprachgebrauch.

  • Leidmedien.de ist eine Internetseite für Journalistinnen und Journalisten, die über Menschen mit Behinderungen berichten wollen.

Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (ÖAR)
Dachorganisation der Behindertenverbände Österreichs

1010 Wien, Stubenring 2/1/4, E-Mail: dachverband@oear.or.at

Tel.: +43 1 5131533, Fax: +43 1 5131533-150

Gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz

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