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Menschen mit Behinderungen in Österreich: Zahlen und Fakten*

Eine erste Übersicht

  • 446.676 erhalten Pensionsversicherung: Invaliditätspension ohne öffentl. Dienst
  • 88.743 erhalten Unfallrenten: Versehrtenrenten inkl. öffentl. Dienst
  • 347.805 Pflegegeldbezieher nach dem Bundespflegegeldgesetz
  • 58.958 Pflegegeldbezieher nach den Landespflegegeldgesetzen
  • 16.629 "Beschädigte nach dem Kriegsopferversorgungsgesetz"
  • 1.716 "Beschädigte nach dem Heeresversorgungsgesetz"
  • 68.000 Personen erhalten Erhöhte Familienbeihilfe
  • 250.000 Personen haben einen Behindertenpass (Stand Mai 2008)

Arbeit

94.066 "Begünstigte Behinderte" nach dem Behinderteneinstellungsgesetz (Stand 1.1.2009) (1)

  • 16.459 einstellungspflichtige Unternehmen (Vorschreibungsperiode 2007). 22,7 % der Unternehmen kommen ihrer Einstellungspflicht nach. (1)
  • 31.392 vorgemerkte arbeitslose Menschen mit Behinderung
  • Arbeitslosigkeit: Jänner 2007: 31.392, das waren um 8,03 % mehr als im Vergleichzeitraum des Vorjahres. Davon fallen 5.390 Personen unter den Begriff der "begünstigten Behinderten". Der Anteil von Arbeitslosen mit Behinderung an der Gesamt-Arbeitslosenzahl betrug 2007 14,12 %.
    Die beim AMS als arbeitslos vorgemerkten behinderten Menschen werden seit Jänner 2007 als "Arbeitslose mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen" bezeichnet.
  • Nur 65 % der rund 93.000 Pflichtstellen wurden besetzt: Für den Rest müssen die heimischen Unternehmen eine Ausgleichstaxe in der Höhe von je 213 Euro monatlich (2008) zahlen. Per Gesetz sind Unternehmen für jeweils 25 Beschäftigte verpflichtet, einen begünstigten Menschen mit Behinderung anzustellen.
  • 94.426 Menschen gelten in Österreich als "begünstigt behindert": Knapp 67 % von ihnen sind in Beschäftigung. Bei "begünstigt behinderten" Menschen hat das Sozialministeriumservice einen Behinderungsgrad von mindestens 50 % festgestellt. Sie erhalten damit Unterstützungen vom Sozialministeriumservice und unterliegen einem speziellen Kündigungsschutz.

Armut

  • 124.000 Personen oder 13 % der Menschen mit Behinderung sind manifest arm: In der Gesamtbevölkerung beträgt dieser Anteil hingegen "nur" 6 %. Auch die Armutsgefährdungsquote ist mit 17 % bei Menschen mit Behinderung im Erwerbsalter (20 bis 64) deutlich höher als in der restlichen Gesamtbevölkerung (13 %).

Bildung

  • 13.800 Kinder mit "sonderpädagogischem Förderbedarf" besuchten im Schuljahr 2006/2007 die Schule in Integrationsklassen: Im Gegensatz dazu besuchten 13.200 Kinder im Schuljahr 2006/07 Sonderschulen; im Jahr 1995/96 waren es noch 19.000.
  • 630.000 Personen haben in Österreich EU-Schätzungen zufolge eine starke Beeinträchtigung: Rund 1,6 Millionen gelten als "behindert" im engeren und weiteren Sinn. Rund 0,4 bis 0,6 % der Bevölkerung haben nach der EU-weiteren Studie "Pomona" eine Lernbehinderung (veraltet: "geistige Behinderung"). Da es keine genaue Definition von Behinderung gibt, sind genaue Angaben nicht möglich.
  • Mikrozensus – Erhebung: Vom Oktober 2007 bis Februar 2008 wurden 8.195 ausgewählte Personen (hochgerechnet rund 8,2 Mio) von der Statistik Austria auf Auftrag des Sozialministeriums für den Bericht der Bundesregierung zur Lage der behinderten Menschen in Österreich zum Thema "Menschen mit Beeinträchtigungen" befragt. Allerdings inkludieren diese Untersuchungen nicht Menschen, die in Anstalten leben.
  • Barrierefreiheit im öffentlichen Bereich: 39,1 % der bewegungs-/mobilitätsbeeinträchtigen, 42 % sehbeeinträchtigten und 43 % der hörbeeinträchtigten Menschen gaben im Rahmen dieser Studie an, Probleme im öffentlichen Verkehr zu haben.
    Ähnliche Zahlen ergeben sich bei der Frage nach dem Zugang zu öffentlichen Gebäuden, Einrichtungen und Verkehrsflächen. Hier gaben 32,1 % der bewegungs-/mobilitätsbeeinträchtigten, 38,4 % der sehbeeinträchtigten und 34,9 % der hörbeeinträchtigten Menschen an, Probleme mit der Zugänglichkeit in diesem Bereich zu haben.
  • Kosten für einen Blindenhund: ca.: 29.000 Euro.
  • Schlichtungsverfahren: (Stand 1.7.08) 329 Anträge; 281 erledigt, in 115 Fällen Einigung, in 123 Fällen keine Einigung, 43 Anträge wurden zurückgezogen.

(*Quellen: Bericht der Bundesregierung zur Lage der behinderten Menschen in Österreich (Entwurf); sowie Caritas 04/2008 (alle Zahlen Stand 2007; sofern nicht anders angegeben)

(1) Sozialministeriumservice- Geschäftsbericht 2008

    Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (ÖAR)
    Dachorganisation der Behindertenverbände Österreichs

    1010 Wien, Stubenring 2/1/4, E-Mail: dachverband@oear.or.at

    Tel.: +43 1 5131533, Fax: +43 1 5131533-150

    Gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz

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