Falsch
Matura für geistig behinderte SchülerInnen.
Richtig
Ziel ist immer die individuell bestmögliche Qualifikation.
Falsch
Der Berufsorientierungslehrgang, Vorlehre, Anlehre oder spezielle Kurse usw. sind geeigneter als eine integrative (Aus-)Bildung an allen Schultypen der Sekundarstufe II.
Richtig
Segregation an der Nahtstelle Schule und Beruf ist im Hinblick auf ein gedeihliches Miteinander in der Arbeitswelt kontraproduktiv und steht im Widerspruch zu den EU-Richtlinien sowie zum Gleichbehandlungsgrundsatz der österreichischen Bundesverfassung.
Falsch
Integration an allen Schultypen fortzuführen geht um ein Vielfaches zu weit! Schule hat ein Bildungsziel und einen Lehrplan einzuhalten! Geistig behinderte Jugendliche können dem nicht entsprechen. Das macht keinen Sinn!
Richtig
Integrativer Unterricht geht vom individuellen Leistungsstand aus und fördert den Schüler dort wo er steht. Das gilt für hochbegabte wie für lernbehinderte SchülerInnen gleichermaßen. Beispiel: "Buchhaltung" - für eine Betrieb bzw. für das wöchentliche/ tägliche Taschengeld ...
Falsch
Integration an der Polytechnischen Schule (PTS) ist keine "Sackgasse". Es gibt danach ausreichend Kurse für behinderte junge Menschen um zu einem "qualifizierten Helfer" ausgebildet werden zu können.
Richtig
Die PTS kann dem breiten Spektrum an individuellem "Förderbedarf" behinderter Jugendlicher nicht gerecht werden. Zudem beinhalten Kurse und andere Maßnahmen der "Behindertenmilliarde", weder das Recht auf Bildung noch können sie den individuellen Bedürfnissen gerecht werden.
Falsch
Weiterführende Schulen sind nur "Aufbewahrungsstätten".
Richtig
Integration ist eine Frage von Rahmenbedingungen - Sie ist sinnvoll machbar - man muss nur wollen! (Siehe landw. Schule Weyregg - OÖ).
Falsch
Wer der Integration in der PTS nicht zustimmt, verhindert die Möglichkeit eines integrativen Pflichtschulabschlusses.
Richtig
Integration nur an der PTS bewirkt eine pädagogisch unsinnige Konzentration von SchülerInnen mit SPF an nur wenigen Schulen. Das sind keine geeigneten Rahmenbedingungen für integrativen Unterricht!
Falsch
SonderschullehrerInnen können behinderte SchülerInnen am besten in Sonderschulen fördern.
Richtig
Das Know-How der SonderschullehrerInnen gepaart mit den Vorteilen des Lernens durch nicht behinderte "Peers" ist in seiner Wirksamkeit unschlagbar!
Falsch
Ein Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf wird - egal, ob in einer Förderklasse an einer Sonderschule oder in einer Integrationsklasse an einer Volksschule, an einer Hauptschule, AHS oder PTS - immer nach einem Sonderschullehrplan unterrichtet, weil es notwendig ist und es nicht zielführend wäre, das Kind nach dem Lehrplan der Volksschule, oder der Hauptschule zu unterrichten.
Richtig
SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf (SPF), sind nur in den Gegenständen nach einem anderen Lehrplan zu unterrichten, in denen sie dem Volks- oder Hauptschullehrplan nicht folgen können. Das bedeutet, dass nicht automatisch der Lehrplan der Sonderschule in allen Gegenständen zum Tragen kommt. Dadurch erhalten die SchülerInnen mit SPF die Chance in ihren Stärken entsprechend gefördert zu werden.
Falsch
Der Besuch für körper- und sinnesbehinderte SchülerInnen an weiterführende Schulen ist kein Problem.
ODER: Nicht in jeder Schule kann ein Treppenlift eingebaut werden. Es gibt eine eigene Schule in Wien, die Ungargasse, die allen Bedürfnissen gerecht wird.
Richtig
Körper und sinnesbehinderte SchülerInnen, die dem Lehrplan der Hauptschule/AHS zu folgen vermögen, können zwar von Rechts wegen alle Schulen ihrer Wahl besuchen - die Realität sieht aber anders aus:
- Unüberwindbare Treppen - und kein Lift
- kein Behinderten-WC
- keine Assistenzdienste
- kaum barrierefreie öffentliche Verkehrsmittel
- kaum GebärdensprachdolmetschInnen
- keine Rücksichtnahme auf Klassenschülerzahl
- mangelnde technische Hilfsmittel
In "Spezialschulen" gäbe es das alles, natürlich - und auch gleich die Vollversorgung mit angeschlossenem Internat für Jugendliche aus anderen Bundesländern.
Falsch
Behinderte Kinder und Jugendliche leiden in Integrationsklassen.
Richtig
Integration heißt im Miteinander voneinander profitieren. Dementsprechend motivierte und ausgebildete LehrerInnen unterrichten und begleiten die Klasse.
Falsch
Was hat ein Jugendlicher davon, wenn er zwar gemeinsam mit anderen in einer Klasse sitzt, aber trotzdem ganz anders unterrichtet wird und niemals das gleiche Ziel erreichen kann, also nie dazugehört?
Richtig
Im integrativen Unterricht ergeben sich immer wieder Situationen eines konstruktiven Miteinanders - trotz unterschiedlichem Zugang und mit unterschiedlichen Zielen. - Integration heißt oftmals das Gleiche - nicht immer das Selbe zu tun! Ziel ist, den Rahmen abstecken bzw. geben zu lernen für ein möglichst selbstbestimmtes Leben in der (Arbeits-)Gemeinschaft.


