Schrift zu klein?
Drücken Sie die Tasten Strg und + für große Schrift.
Strg und - verkleinert die Schrift.

Publikationen der ÖAR


ZEITUNG,
TAGUNGSBERICHTE
UND VIELES MEHR
  

ÖAR Startseite / Publikationen / Archiv / monat 2004-2011 / Leitartikel 2008 / März 2008 / IfS Vorarlberg - Wir helfen weiter!

IfS Vorarlberg - Wir helfen weiter!

Im November 1962 traf die "Arbeitsgemeinschaft zur Betreuung der Jugend im Lande Vorarlberg" erstmals zusammen, woraus sich in der Folge der private Verein "Institut für Sozialdienste" (IfS) entwickelte.

(fa/röthis) In den Anfängen widmete sich der Verein der Betreuung der Jugend, doch schon bald erfolgte eine Ausweitung des Tätigkeitsfeldes: Es wurden Beratungsdienste für Jugendliche, alleinstehende Frauen, alte Leute, Ehen und Familien sowie soziale Dienste eingerichtet. Man widmete sich der Beratung und Unterstützung von Menschen mit Behinderungen und der Befürsorgung von Sozialhilfebedürftigen. Es wurde Forschung und Planung für die Wohlfahrtspflege betrieben, die Herausgabe von Publikationen angestrebt und die Weiterbildung von Beratungs- und Betreuungspersonal vorangetrieben.

Heute, nach mehr als 45 Jahren Tätigkeit im Dienste sozialer Gruppen, erfolgt die Durchführung der Aufgaben in der IfS-Gemeinnützigen GmbH, in der die IfS-Assistenz einen der Hauptschwerpunkte bildet. Weiter gibt es die selbständigen Einheiten "IfS-Schuldenberatung" und "IfS-Familienarbeit" sowie die eigenständigen Stellen "IfS-Sachwalterschaft", "IfS-Patientenanwaltschaft" und "IfS-Bewohnervertretung" .

Gemeinsames Ziel ist es, die psychosoziale Entwicklung Einzelner und der Gesellschaft zu fördern. Das IfS Vorarlberg ist ein dezentral organisiertes Dienstleistungsunternehmen, das im Sinne des Subsidiaritätsprinzips arbeitet. Es ist weder politisch noch konfessionell gebunden.

Wichtige Fachbereiche sind die IfS-Jugendberatung, IfS-Sozialpädagogik, IfS-Assistenz für Menschen mit Behinderungen, IfS-Soziale Wohnformen, IfS-Opferschutz (mit IfS-Interventionsstelle, IfS-FrauennotWohnung, Kinderschutz und Prozessbegleitung) und die IfS-Fachgruppe Sozialer Nahraum.

Die Arbeit mit Menschen mit Behinderungen wurde vom IfS immer unter dem Aspekt einer ganzheitlichen Beratung und Hilfestellung gesehen. Ziel soll es sein, Menschen mit Behinderungen an dem Ort, an dem sie leben, zu unterstützen und so eine wirkliche Integration zu ermöglichen. In erster Linie bezieht sich die Arbeit des IfS in diesem Bereich auf die ambulante Beratung und Betreuung von Menschen mit Behinderung. Dazu kommt die Förderung von Freizeitaktivitäten und Weiterbildung (IfS-Kreisel). Im vergangenen Jahr haben ca. 3000 Menschen dieses spezielle Angebot in Anspruch genommen. Im gesamt-Ifs waren es über 30.000 VorarlbergerInnen.

Neue Wege wurden im Bereich "Arbeit" beschritten: Schon vor Jahren versuchte man erfolgreich, Menschen mit Behinderungen in die Privatwirtschaft bzw. in den öffentlichen Dienst zu integrieren. Es wurden Programme zur betrieblichen Eingliederung erstellt, welche sich zum Ziel setzten, den jeweiligen Fähigkeiten angemessene Arbeits- und Ausbildungsplätze zu finden. Ein besonderes Projekt ist IfS-Spagat.

"IfS-Spagat" ist ein Projekt für die berufliche Integration von Jugendlichen mit Behinderung. Die individuelle Zukunftsplanung steht bei der Suche nach einem passenden Arbeitsplatz im Mittelpunkt. "Selbständig arbeiten und die Teilhabe am ,normalen' Leben verbunden mit einem Zahltag und einer gewissen Eigenständigkeit sind für Menschen mit Behinderung genauso wichtig wie für jeden anderen auch", so die Worte der Leiterin des IfS-Spagat, Mag. Elisabeth Tschann. "Deshalb gilt es, Rahmenbedingungen für Menschen mit Behinderungen zu schaffen und hierfür auch von alten Bildern, wie Arbeitsplätze auszusehen haben, abzurücken."

Um den Übergang von der Schule in die Arbeitswelt für den Jugendlichen möglichst effizient zu gestalten, beginnt die Kooperation mit dem/der IfS-IntegrationsberaterIn bereits im letzten Schuljahr. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Unterstützungskreis, in dem sich der Jugendliche selbst, seine Familie, Lehrer, Freunde etc. und der/die IfS-BeraterIn treffen. Die Möglichkeiten des jungen Menschen werden gemeinsam erarbeitet und anhand seiner Fähigkeiten mögliche Arbeitsplätze für Schnuppertage gewählt.

In der Schnupperphase werden mehrere Betriebe besucht, wobei der Jugendliche von seinem/r IntegrationsberaterIn begleitet und unterstützt wird. Die Arbeitsfelder sind je nach Begabungen des Jugendlichen sehr vielfältig. Bei Menschen mit schweren Behinderungen gibt es in der Regel keine bestehenden Arbeitsplätze, diese müssen individuell geschaffen und auf die einzelne Person abgestimmt werden. Wird eine Arbeitsstelle gefunden, gibt es eine dreimonatige Erprobungsphase für den Jugendlichen und den Arbeitgeber. Verläuft die Erprobungsphase positiv, kann es zu einer fixen Anstellung kommen. Als Ansprechpartner im Betrieb hat der Jugendliche einen Mentor, mit dem er zusammenarbeitet, der ihn in die Arbeitswelt einführt und mit dem er gemeinsam Probleme vor Ort löst.

Das österreichweit einzigartige Projekt Spagat - mit dem Ziel der beruflichen Eingliederung von Schulabgängern mit Behinderungen - wird vom Institut für Sozialdienste geleitet und durch Mittel des Landes Vorarlberg und des Europäischen Sozialfonds finanziert.

Auch Menschen mit schweren Behinderungen bekommen die Chance in privatwirtschaftlichen Betrieben, im Sinne von "Geschützten Arbeitsplätzen", integriert zu werden. Arbeitgeber, die aufgrund ihrer sozialen Einstellung Menschen mit Behinderungen diese Chance geben wollen, sind vorhanden. Somit können bestehende Strukturen genutzt und Kosten gespart werden.

Info: www.ifs.at

Leiterin der IfS-Assistent:  Mag. Elisabeth Tschann
Tel: 05523 52176 oder tschann.elisabeth@ifs.at 

* Franz Abbrederis ist der Leiter der Presseabteilung des IFS

Zur Inhaltsangabe

Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (ÖAR)
Dachorganisation der Behindertenverbände Österreichs

1010 Wien, Stubenring 2/1/4, E-Mail: dachverband@oear.or.at

Tel.: +43 1 5131533, Fax: +43 1 5131533-150

Gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz

BMASK

Die Gestaltung dieser Website wurde von der ERSTE Stiftung gefördert.

Erste Stiftung