Schrift zu klein?
Drücken Sie die Tasten Strg und + für große Schrift.
Strg und - verkleinert die Schrift.

ar_1_2014_monat_Coverbeispiel_small.jpg


ZEITUNG,
TAGUNGSBERICHTE
UND VIELES MEHR

ÖAR Startseite / Publikationen / Archiv / monat 2004-2013 / Leitartikel 2012 / Arbeitsmarktservice Österreich und Menschen mit Behinderungen

Arbeitsmarktservice Österreich und Menschen mit Behinderungen

(ams) Gerade für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen und Behinderungen weist der Arbeitsmarkt oftmals enorme Barrieren auf. Dies zeigt sich auch an den Arbeitslosenquoten. Zum Beispiel beträgt vom Gesamtbestand aller arbeitslos vorgemerkten Personen der Anteil von Menschen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen im ersten Quartal 2012 14%.

Weg mit den Barrieren

Daher setzt das AMS gerade dort seine Schwerpunkte an, wo Benachteilungen und Barrieren bestehen, um einen gerechten und uneingeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt besonders für behinderte Menschen zu erreichen.

Bei der Vermittlung von Arbeitskräften auf passende Arbeitsplätze unterstützen die Mitarbeiter/innen des Service für Unternehmen Firmen bei der Einstellung von behinderten Menschen mit zielgerichteten Informationen über mögliche finanzielle Förderungen

Arbeitsuchenden behinderten Personen wird in vielen Bereichen eine erleichterte Inanspruchnahme von Förderungen geboten, um Barrieren entgegenzuwirken und so einen leichteren Zugang zum Arbeitsmarkt zu gewährleisten.

Stärken in den Vordergrund

Das AMS legt großen Wert darauf, besonders die Stärken und Potentiale Arbeitsuchender zu berücksichtigen und damit eine Defizitorientierung zu vermeiden. Ziel ist es, dass alle Arbeitsuchenden einen adäquaten Arbeitsplatz erhalten. Daher vermittelt das AMS auf die vorhandenen passenden offenen Stellen. Falls eine Unterstützung zur Ausübung einer Tätigkeit notwendig ist, wird diese in Zusammenarbeit mit dem Bundessozialamt geboten.

Im eJob-Room haben Unternehmen die Möglichkeit, eine Arbeitsstelle nach barrierefreien Kriterien extra zu kennzeichnen.

Selbstverständlich bietet das AMS auch spezielle Kurse für behinderte Menschen an und beteiligt sich an der Finanzierung von bestimmten (Beschäftigungs-)Projekten. Wichtig ist es, umfassende Informationen an betroffene Menschen und ihre Angehörige sowie vor allem auch an der Schnittstelle zwischen Schule und Beruf, zu verteilen. Das AMS hat verschiedene spezifische Broschüren zu diesem Thema herausgebracht.

Info-Material

In den Broschüren "Rund um Arbeit und Behinderung" (findet man hilfreiche Informationen und Tipps für die Arbeitsuche und über das AMS allgemein. Die Broschüre "Frauen mit Behinderung – 15 Wege zur Arbeit" geht besonders auf behinderte Frauen und hier vor allem auf die verschiedene Berufswege dieser Frauen ein, wie sie es geschafft haben, eine für sie passende und erfüllende Arbeit zu finden. In Portraits von 15 Frauen wird in Kurzbiographien deren Lebens, ihre Ausbildungswege und Unterstützungsmöglichkeiten erzählt. Für Jugendliche gibt es eine eigene CD-Rom "Go Ahead – Wegweiser in die Berufswelt für Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen". In dieser CD erfährt man über die verschiedenen Unterstützungsmöglichkeiten für Jugendliche wie z.B. Clearing, Arbeitsassistenz, Jobcoaching, Integrative Berufsausbildung und die persönliche Assistenz am Arbeitsplatz. Diese CD-Rom ist bei den Regionalen Geschäftsstellen des AMS erhältlich.

Forschungsarbeit

Das AMS Österreich vergibt auch Forschungsaufträge. So wurde im Jahr 2011 eine Studie mit dem Titel "Nichts über uns ohne uns" –in Auftrag gegeben. Sie hatte zum Ziel, die Informationsbedürfnisse von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung (Lernschwierigkeiten) bei der Wahl eines für sie passenden Berufes und beim Zugang zum Arbeitsmarkt zu erheben. Das AMS Österreich hat dies nun zum Anlass genommen, die Empfehlungen der Studie "Nichts über uns ohne uns" aufzugreifen und zeitgemäße und stärkenorientierte Informationsmaterialien zu entwickeln. Bis zum Ende dieses Jahres wird eine Broschüre für arbeitsuchende Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung (Lernschwierigkeiten) und ihre Angehörigen fertig gestellt. In dieser Broschüre soll unterem auch gezeigt werden, wie es Menschen über unterschiedliche Wege und mit Unterstützung geschafft haben, einen passenden Beruf auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu finden. Die aktuelle Studie ist im AMS Forschungsnetzwerk veröffentlicht und kann dort nachgelesen werden.

Das AMS arbeitet eng mit verschiedenen anderen Organisationen zusammen. So werden berufliche Rehabilitationen zum Beispiel in Zusammenarbeit mit der Pensionsversicherung mit Zustimmung der betroffenen Menschen besprochen, finanziert und durchgeführt.

Für jene Menschen, deren Selbsthilfe- und Eigenaktivitätspotenzial geringer ist und für die eine spezifische Betreuung über das Dienstleistungangebot des AMS hinausgehend notwendig ist, kauft das AMS externe Beratungs- und Betreuungstätigkeiten zu.

Das AMS nimmt seine gesellschaftspolitische Aufgabe zur Verhinderung von Ausgrenzung durch die spezielle Betreuung und Förderung von benachteiligten Menschen wahr. Offenkundigen Integrationshindernissen wird durch gezielte Förderungen entgegengewirkt.

Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (ÖAR)
Dachorganisation der Behindertenverbände Österreichs

1010 Wien, Stubenring 2/1/4, E-Mail: dachverband@oear.or.at

Tel.: +43 1 5131533, Fax: +43 1 5131533-150

Gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz

BMASK

Die Gestaltung dieser Website wurde von der ERSTE Stiftung gefördert.

Erste Stiftung