Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung
Utl.: UN Konvention bildet die Basis für Menschrechte
Der 5. Mai als europäischer Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen wurde 1992 auf Initiative der Organisation Disabled Peoples International ins Leben gerufen. Seither weisen Menschen mit Behinderung in ganz Europa alljährlich auf Diskriminierungen und Benachteiligungen hin und kämpfen für ihre Gleichstellung in allen Lebensbereichen.
Das Motto des Protesttages 2009 lautet: "Teilhabe jetzt – Eine Gesellschaft für alle!"
Auch in Österreich gibt es an diesem Tag Aktionismus. Die Lebenshilfe Österreich veranstaltet österreichweit die Aktion "Verschiedenheit als Chance", die die Vielfalt des Lebens thematisiert. An verschiedenen Orten werden Menschen mit Lernbehinderung Blumen und Grußkarten an PassantInnen verteilen. Ihre Botschaft: "Wir sind anders, und das ist normal. Wir wollen so angenommen werden, wie wir sind. Ohne Wenn und Aber." Die Grundlage dafür bildet Artikel 19 der im September 2008 in Österreich ratifizierten UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen: "Unabhängige Lebensführung und Einbeziehung in die Gemeinschaft".
Die UN Konvention – übrigens die erste Menschenrechtskonvention des 21. Jahrhunderts - ist, wie erwähnt in Kraft, aber das ist noch lange kein Grund, sich zufrieden zurückzulehnen. Seit Dezember arbeitet in Österreich ein sogenannter Monitoringausschuss an der Überwachung der Umsetzung der Konvention in nationales Recht. Gegenwärtig ist es einer der Arbeitsschwerpunkte, die Länder an Bord dieses umfangreichen Vorhabens zu holen.
Die ÖAR ist in diesem Monitoringausschuss vertreten.
Wien, 4. Mai 2009
