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Publikationen der ÖAR


ZEITUNG,
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Juni 2004

Arbeiten statt Köpferollen
Es ist wieder einmal so weit. Nach verlorenen Urnengängen wird, anstelle sich verstärkt der Sacharbeit zu widmen und ambitionierte Vorhaben umzusetzen, um Personen und Posten gestritten. Sollte es nun tatsächlich im FP-Regierungsteam zu Veränderungen kommen, bedeutet das für diese Sacharbeit vorerst einmal Stillstand, da sich die Neuen verständlicherweise erst einmal in ihre Ressortmaterien einarbeiten müssen. Zur Disposition steht (wieder einmal) das Sozialministerium und Minister Mag. Herbert Haupt.
Vieles wurde unter seiner Ministerschaft gerade im Behindertenbereich, der zu seinem Ressort gehört, weitergebracht, viele, längst überfällige Vorhaben sind derzeit in seinem Ressort in Verhandlung (Pflegegeldvalorisierung, Umsetzung der EU-Gleichbehandlungsrichtlinie in einem umfassenden Behindertengleichstellungsgesetz, persönliche Assistenz für Pflegebedürftigte, Kampf gegen die Arbeitslosigkeit behinderter Menschen etc.), die er und seine MitarbeiterInnen mit hoher Sachkompetenz führen, was im übrigen auch eine jüngst durchgeführte Erhebung zum Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen beweist.
Dem Präsidium der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (ÖAR), der Dachorganisation der Behindertenverbände Österreichs, erscheint es unverständlich, dass man jemanden, der sich kompetent Problemlösungen, wie hier im Behindertenbereich, widmet, das Leben durch unqualifizierte Personaldiskussion schwer macht. Nicht durch monatelange Personaldiskussion lassen sich Wahlen gewinnen, sondern durch professionelle und für den Bürger verständliche und notwendige Umsetzung von notwendigen Reformvorhaben. Als Interessenvertretung behinderter Menschen in Österreich fordern wie daher, dass die Verhandlungen zu o. g. Materien zügig und kompetent zu Ende geführt und nicht durch Köpferollen unnötig verzögert werden.

Pflegegeld weiter ausbauen!
Utl.: ÖAR unterstützt Forderung von ÖVP-Behindertensprecher Huainigg
Diskussionsbeiträge, die darauf abzielen, das Pflegegeld als Geldleistung auf ein Minimum zurückzuschrauben und statt dessen durch andere Leistungen
auszugleichen, gibt es schon, seit das Pflegegeld Anfang der 90er Jahre eingeführt wurde. Immer wieder etwa wird der Pflegescheck als mögliche Alternative zum Pflegegeld ins Rampenlicht gerückt.
Gänzlich vergessen wird dabei immer wieder, zu welchem Zweck das Pflegegeld eigentlich eingeführt wurde: Die den Betreffenden zur Verfügung erstellten Geldmittel sollten ein Schritt näher hin zu einem selbstbestimmten Leben sein. Führt man diesen Gedanken konsequent weiter, dann ist es nur logisch, dass das Pflegegeld zukünftig nicht als Schecksystem angedacht werden darf, sondern in Richtung persönlicher Assistenz erweitert werden muss. Zahlreiche Studien haben übrigens die Effizienz und Sinnhaftigkeit des Pflegegeldes schon lange bewiesen. Die ÖAR schließt sich daher vollinhaltlich den Forderungen von ÖVP Behindertensprecher Dr. Franz Joseph Huainigg an.

Professionell, informativ und initiativ
Utl.: ÖAR präsentiert sich bei der "Reha-Life" im Austria Center
Die ÖAR ist die Dachorganisation der Behindertenverbände Österreichs mit derzeit 73 Mitgliedsvereinen, mit denen insgesamt rund 400.000 Menschen vertreten werden. Ihre Haupt-Zielsetzungen sind die politische Interessenvertretung sowie die Koordination der Mitgliederinteressen und deren Umsetzung.
Die ÖAR präsentiert sich erstmals bei der Fachmesse Reha Life mit ihrem Aufgabenbereich als Initiatorin politischer Schritte, die zur Verbesserung der
Lebenssituation von BürgerInnen mit Behinderung in Österreich dienen, als Informationsdrehscheibe für verschiedene Themenbereiche wie etwa barrierefreies Planen und Bauen, Bioethik und mit ihrer fachlichen Kompetenz für EU-Fragen oder juristische Problemstellungen.
Eine Fachmesse wie die Reha-Life, die in der österreichischen Bundeshauptstadt erstmals stattfindet, ist ein weiteres erfreuliches Zeichen für Fachlichkeit und Professionalisierung in der Behinderten- und Sozialarbeit.
Die ÖAR ist in zahlreichen Gremien und Arbeitsgruppen präsent - etwa in Normenausschüssen, Beirat im VKI, Arbeitskreis für Pflegevorsorge und vieles
anderes mehr. Die zehn mal jährlich erscheinende Zeitung monat - Sozialpolitische Rundschau, die Homepage der ÖAR sowie regelmäßige Presseaussendungen zu politischen Schwerpunkten sind die PR-Maßnahmen, die zur Umsetzung der ÖAR-Arbeit dienen. Als neue Serviceleistung für Mitglieder wurde der "Infoletter" via E-Mail eingerichtet. Zur Erfüllung sämtlicher Aufgaben steht den Organen der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation das Sekretariat zur Verfügung. Es ist Anlaufstelle für alle Fragen und Probleme, die von den Mitgliedsverbänden, öffentlichen Stellen und aus der Bevölkerung an die ÖAR herangetragen werden.

Starke Städte sind Städte für Alle
Utl.: ÖAR: Barrierefreiheit offensichtlich kein Thema?
Ende Mai ging in Wien der 54. Städtetag zu Ende, der unter dem Motto "Starke Städte im größeren Europa" stand.
In der Presseaussendung zum Thema war zwar sehr viel vom Sparen die Rede sowie von der Notwendigkeit starker Städte in einem erweiterten Europa. Kein Wort wurde allerdings darüber verloren, dass starke Städte nur Städte sein können, die für Alle lebenswert sind.
ÖAR Generalsekretär und Barrierefrei-Spezialist Eduard Riha dazu: "Starke Städte - dazu fällt uns als Dachorganisation vor allem ein, dass starke Städte eine Infrastruktur bieten sollten, die für Alle, also auch Menschen mit Behinderungen, zugänglich ist. Ebenso bedeutet Bürgernähe in der Verwaltung auch Zugänglichkeit für Alle." Beispiele dieser Art lassen sich noch viele aufzählen. Sie alle aber gipfeln in der von der ÖAR aufgestellten Forderung: Starke Städte ja - aber starke Städte sind nur solche, die für alle Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen Zugänglichkeit, Chancen und Möglichkeiten bieten.

Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (ÖAR)
Dachorganisation der Behindertenverbände Österreichs

1010 Wien, Stubenring 2/1/4, E-Mail: dachverband@oear.or.at

Tel.: +43 1 5131533, Fax: +43 1 5131533-150

Gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz

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