Gefordert: Gleichstellung und nicht Antidiskriminierung!
Utl.: Verhandlungen um ein österreichisches Behindertengleichstellungsgesetz müssen intensiviert werden, fordert die ÖAR
Anlässlich des heutigen Europatages appelliert die Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (ÖAR) an die Bundesregierung, die
Bemühungen zur Fertigstellung eines österreichischen Bundes - Behindertengleichstellungsgesetzes zu intensivieren.
Dr. Klaus Voget, Präsident der ÖAR: "Spätestens zu Ende des Europäischen Jahres der Menschen mit Behinderung 2003 wurde den Österreicherinnen und Österreichern mit Behinderung ein Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz versprochen - nun ist es hoch an der Zeit, die Anstrengungen zu verdoppeln und einen zufriedenstellenden Abschluss der Gespräche anzustreben." In der Berichterstattung wird immer wieder fälschlicherweise davon gesprochen, dass Menschen mit Behinderungen ein Antidiskriminierungsgesetz fordern würden. Ein Behindertengleichstellungsgesetz geht jedoch eine Stufe weiter als ein Antidiskriminierungsgesetz, weil es über die Diskriminierung hinweg die gleiche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen einfordert.
Voget abschließend: "Es gilt, Menschen mit Behinderungen nicht mehr länger auszugrenzen und ihnen die selben Chancen zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu eröffnen wie anderen Staatsbürgern auch. Es profitieren alle davon, nicht nur BürgerInnen mit Behinderungen. Auch Menschen mit Behinderungen tragen ganz wesentlich ebenso zum bei!"
Aktuelle Informationen unter www.gleichstellung.at.
PRESSEKONFERENZ: Biomedizin und Bioethik - unbekannt und unverständlich?
Biomedizin und die damit verbundenen ethischen Fragen nehmen einen immer breiteren Stellenwert in unserer Gesellschaft ein. Umso erschreckender ist es, dass ein hoher Prozentsatz der österreichischen Bevölkerung mit diesen Themen keinerlei konkrete Informationen verbindet.
Die Ethikkommission FÜR die österreichische Bundesregierung, ein Zusammenschluss von BehindertenvertreterInnen und der Aktion Leben, hat mit
Unterstützung des Fessel&GfK die Österreicherinnen und Österreicher zu diesem Thema befragt.
Das Ergebnis dieser Befragung wird im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt.
Podium:
Dr. Klaus Voget (Präsident der ÖAR/Mitglied der Ethikkommission FÜR die österreichische Bundesregierung)
Birgit Primig (Vorsitzende der Ethikkommission FÜR die österreichische Bundesregierung)
Dr. Gertraude Steindl (Generalsekretärin Aktion Leben/Mitglied der Ethikkommission FÜR die österreichische Bundesregierung)
Bettina Filzwieser (Mitglied der Ethikkommission FÜR die österreichische Bundesregierung)
Ort: Cafe Max, 1010 Wien, Stubenring 16 am: Mittwoch, 26. Mai, 10.30 Uhr.
Wir hoffen auf Ihr Interesse und freuen uns über Ihre Teilnahme!
Weg mit den Barrieren!
Utl.: ÖAR unterstützt Aktion der TU Wien ideologisch und inhaltlich
Anlässlich der "ScienceWeek Austria 2004", die in dieser Woche in Wien im Museumsquartier stattfindet, startet das Institut "integriert studieren" an der TU Wien eine breit angelegte Kampagne zur Bewusstmachung und zum Aufspüren von (baulichen) Barrieren.
Eduard Riha, Generalsekretär der ÖAR: "Diese Initiative wird von der ÖAR vollinhaltlich unterstützt. Wir sehen darin eine sehr öffentlichkeitswirksame Aktion, die zur Bewusstseinsbildung beiträgt." Auch eine Barriere, die mehr oder weniger als "neu" einzustufen ist, gibt die ÖAR zu Protokoll: Die erst vor kurzem eröffnete Garage am Schlesingerplatz im 8. Bezirk ist zwar ob ihrer technischen Konstruktion und ihrer grundsätzlichen Barrierefreiheit sicherlich ein Herzeigeprojekt in Wien; der Parkscheinautomat wurde jedoch in einer für Rollstuhlfahrer nicht erreichbaren Höhe angebracht (Foto kann angefordert werden).
Die ÖAR ist seit Jahren als führender Spezialist auf dem Gebiet des barrierefreien Planens und Bauens tätig. Auch auf der neu und selbstverständlich barrierefrei gestalteten Internetseite www.oear.or.at gibt es unter "Service" umfangreiche Informationen zum Thema.



