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Publikationen der ÖAR


ZEITUNG,
TAGUNGSBERICHTE
UND VIELES MEHR
  

März 2004

Maßnahmen für hörbehinderte Menschen ja - Gebührenbefreiung dennoch!
Utl.: ÖAR unterstützt großteils Anliegen der IG Sehen und Hören
Dieser Tage macht die "Interessengemeinschaft Sehen und Hören" (eine gemeinsame Plattform des Österreichischen Gehörlosenverbandes und des
Österreichischen Schwerhörigenbundes) mit einem umfangreichen Forderungspapier an den ORF auf die Problem dieser Personengruppe aufmerksam.
Die Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (ÖAR), Dachorganisation der Behindertenverbände Österreichs, unterstützt dieses Anliegen grundsätzlich, nicht jedoch den darin ausgesprochenen, freiwilligen Verzicht auf die Rundfunkgebührenbefreiung für behinderte Menschen.
Dr. Klaus Voget, Präsident der ÖAR, dazu: "Es mag sein, dass Personen mit Hörbehinderung auf diese Befreiung nicht angewiesen sind. Allerdings gibt es
zahllose Gruppen von behinderten Menschen, die auf Grund ihrer Behinderung nicht genügend Einkommen erwerben können, oder die behinderungsbedingt so viele Mehraufwendungen - die ihnen nicht abgegolten werden - haben, dass ihre wirtschaftliche Existenz bedroht ist. Der wirtschaftliche Aspekt in Verbindung mit eingeschränkter Mobilität verhindert oft, das in der gegenwärtigen Gesellschaft so bedeutsame Informationsbedürfnis zu stillen. Für diese Menschen sind Fernsehen und Hörfunk meist das einzige Fenster zur Aussenwelt, diese Personengruppe soll sich das Öffnen dieses Fensters nicht teuer erkaufen müssen. Diese Überlegung war seinerzeit der Grund für die Einführung der Gebührenbefreiung - und daran hat sich nichts geändert!"


Wien, 17.3.2004

Schulische Integration - wohin?
Utl.: Diskussion auf www.klassezukunft.at stellt Zustand der Schulintegration schlechtes Zeugnis aus
Seit 11 Jahren ist es in Österreich gesetzlich verankert, dass alle Kinder - ob behindert oder nicht - im Pflichtschulsektor die Schule ihrer Wahl besuchen dürfen. Schulische Integration erfuhr damit ihre gesetzliche Grundlage. Immer mehr häufen sich jetzt die Befürchtungen von Eltern und Lehrern, die ein Ende der schulischen Integration durch die rigorose Sparpolitik herankommen sehen.
Die Diskussion "i:klasse.zukunft" auf der Internetplattform www.klassezukunft.at vom 10. - 17. März belegte einmal mehr, dass schulische Integration dort, wo Engagement und Rahmenbedingungen stimmen, zur Zufriedenheit und Begeisterung aller funktioniert. Was fehlt, sind bundesweit gültige Qualitätsstandards und eine schulunabhängige Instanz, die für die Qualitätssicherung zuständig ist. Die ÖAR schliesst sich in allen Punkten vollinhaltlich der Elterninitiative "Integration: Österreich" an. Dr. Klaus Voget, Präsident der ÖAR, dazu: "Das Recht auf schulische Integration in Österreich ist ein Fortschritt, der gegenwärtig dem Rotstift zum Opfer zu fallen scheint. Österreich würde damit einen gewaltigen Rückschritt in seiner Politik für Menschen mit Behinderungen einleiten - dies ist unvorstellbar und widerspricht allen gegenwärtigen politischen Willenserklärungen, die die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen deklarieren!"

Wien, 19.3.2004

Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (ÖAR)
Dachorganisation der Behindertenverbände Österreichs

1010 Wien, Stubenring 2/1/4, E-Mail: dachverband@oear.or.at

Tel.: +43 1 5131533, Fax: +43 1 5131533-150

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