9. Mai, Europatag: Europäerinnen und Europäer mit Behinderung fordern Rechte!
Utl.: Unterschriftenaktion für eine Europäische Behinderten-Gleichstellungsdirektive
Anlässlich des heutigen 9. Mai, des Europatages, will die Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (ÖAR) einmal mehr den Fokus auf Europäerinnen und Europäer mit Behinderung lenken. In der EU leben immerhin 50 Millionen Menschen mit Behinderungen – sie stellen damit mehr als 10% der EUBevölkerung dar. Die Lebenssituationen sind dabei innerhalb der einzelnen EU-Staaten höchst unterschiedlich; die Hauptbarrieren sind rasch genannt. So ist etwa die Arbeitslosenquote doppelt so hoch wie jene von nichtbehinderten Menschen. Mehr als 200.000 Menschen mit Behinderungen sind in Einrichtungen untergebracht, ohne die Möglichkeit, ihr Leben selbstbestimmt gestalten zu können. Und last but not least ist die Umwelt noch immer zu wenig zugängig – obwohl Menschen mit Behinderungen gemeinsam mit anderen, nur zeitweise mobilitätsbehinderten Menschen, 40% der Bevölkerung ausmachen.
Einen wichtigen Schritt zur Verbesserung der Lebenssituation hat das Europäische Behindertenforum (EDF) mit seiner Unterschriftenaktion "One Million for Disability" gesetzt: wenn es gelingt, bis Anfang September eine Million Unterschriften europaweit für die Erstellung einer Europäischen Behinderten-Gleichstellungsdirektive zusammenzubekommen, dann muss sich das Europäische Parlament mit den Forderungen des EDF beschäftigen, welche alle auf nachstehender Homepage nachgelesen werden können.
Die Aktion läuft bereits; einzelne Staaten wie Belgien, Island und Luxemburg waren bisher besonders eifrig im Sammeln der Unterschriften; Österreich placiert sich bis jetzt eher im Mittelfeld.
Unterschreiben Sie jetzt: www.1million4disability.eu
Wien, 9. Mai 2007



