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März 2007

ÖAR: Pflegegeld und 24-Stunden-Pflege nicht vermischen!
Utl.: Wertungen vorzunehmen bringt keine Lösung in der Pflege-Problematik
Im Gespräch mit der Tageszeitung "Die Presse" vom vergangenen Samstag argumentierte Sozialminister Dr. Erwin Buchinger, dass im Zuge der Lösung der Pflegeproblematik zuerst die Finanzierung der 24-Stunden-Hilfe zu Hause finanziert werden müsse und diese wichtiger sei als höheres Pflegegeld. Zudem mögen die Interessenvertretungen und Betroffenen zur Kenntnis nehmen, dass die von der Regierung versprochene einmalige Erhöhung des Pflegegeldes innerhalb von vier Jahren ja ohnehin eine Verbesserung gegenüber früher darstelle, so Buchinger im Interview mit der "Presse".
Diese Aussagen sind für die ÖAR als Dachorganisation der Behindertenverbände Österreichs glatter Hohn. "Das Ausspielen einer Problematik gegen eine andere trägt keinesfalls zu einer konstruktiven Lösung der gesamten Pflegeproblematik bei," so ÖAR-Präsident Dr. Klaus Voget, "es schafft aber im Gegenzug Verärgerung und geballte Frustration bei den Wählerinnen und Wählern mit Behinderung!"
Die ÖAR fordert in ihrem Positionspapier für die Behindertenpolitik der gegenwärtigen Legislaturperiode eine Erhöhung/Valorisierung des Pflegegeldes durch eine einmalige überproportionale Anhebung (Ausgleich für Nichtanpassungen der letzten Jahre, ausgenommen 2005) und eine zukünftige jährliche Valorisierung zumindest im Ausmaß der Steigerung des Verbraucherpreisindexes, um die Position der pflegebedürftigen Menschen im Sinne der Führung eines selbstbestimmten Lebens zu verbessern, und dies mit dem Ziel einer bedürfnisorientierten Unterstützung.

Wien, 12. März 2007

Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (ÖAR)
Dachorganisation der Behindertenverbände Österreichs

1010 Wien, Stubenring 2/1/4, E-Mail: dachverband@oear.or.at

Tel.: +43 1 5131533, Fax: +43 1 5131533-150

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