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ÖAR: Abschaffung der "Wochenschau" ist Blamage für öffentlich-rechtlichen ORF

Aktuellen Informationen zu Folge ist seitens des ORF vorgesehen, die "Wochenschau" zu streichen. Die Sendung wird am Sonntagnachmittag zur eher unattraktiven Zeit um 13.05 Uhr ausgestrahlt und erreicht dennoch mit zuletzt 187.000 Seherinnen und Sehern ein beachtliches Zuschauerpotential.

 Für gehörlose Fernsehzuseherinnen und –zuseher ist dies die einzige Sendung, die direkt gebärdet wird. Bereits vor sechs Jahren sollte die "Wochenschau" schon einmal gestrichen werden; der ORF hat diesen Schritt jedoch, nicht zuletzt angesichts des äußerst dürftigen Angebots für die gebärdensprachkompetenten Zuseherinnen und Zuseher, wieder zurückgezogen.

Der stellvertretende Vorsitzende des ORF-Publikumsrates, Dr. Arnold Mettnitzer, hat angekündigt, "sich massiv gegen die Einstellung ins Zeug zu legen und beim nächsten Plenum am 1.12. der ORF-Spitze eine Resolution zu übergeben", denn, so Mettnitzer weiter: "Die Sendung ist ja ohnehin schon eine Art letztes Aufflackern des öffentlich-rechtlichen Auftrags im ORF."

ÖAR-Präsident Dr. Klaus Voget ist hier mit Mettnitzer einer Meinung: "Das Serviceangebot für gehörlose und schwerhörige Menschen im ORF ist ein Witz – eine hohe Anzahl an Gebührenzahlern kann das Angebot aufgrund technischer Barrieren nicht konsumieren.

Wien, 13.11.2008

Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (ÖAR)
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