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Pflegegeld: Gestaffelte Erhöhungen schaffen keine nachhaltige Abhilfe

"Auf den ersten Blick gesehen ist Finanzminister Molterers Ankündigung einer Anhebung des Pflegegeldes begrüßenswert; aber der zweite Blick und damit ein näheres Hinschauen offenbart, dass damit keine echte Wertanpassung für das seit mehr als zehn Jahren nicht mehr valorisierte Pflegegeld stattfinden kann", kommentiert Dr. Klaus Voget, Präsident der ÖAR, den heutigen Vorschlag des Finanzministers.

Mehr als 50 % der PflegegeldbezieherInnen bekommen Gelder nach den Stufen 1 und 2 ausbezahlt – eine adäquate Erhöhung des Pflegegeldes über der Inflationsrate ist auch für die niedrigen Pflegegeld-Stufen notwendig.

Die ÖAR fordert nach wie vor eine Erhöhung/Valorisierung des Pflegegeldes durch eine einmalige, überproportionale Anhebung als Ausgleich für Nichtanpassungen der letzten Jahre und eine zukünftige jährliche Valorisierung zumindest im Ausmaß der Steigerung des Verbraucherpreisindexes, um die Position der pflegebedürftigen Menschen im Sinne der Führung eines selbstbestimmten Lebens zu verbessern bzw. zu ermöglichen. Diese jährliche Anpassung des Pflegegeldes muss analog zu den ASVG-Pensionen im Gesetz festgeschrieben werden.

Wien, 31. Juli 2008

Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (ÖAR)
Dachorganisation der Behindertenverbände Österreichs

1010 Wien, Stubenring 2/1/4, E-Mail: dachverband@oear.or.at

Tel.: +43 1 5131533, Fax: +43 1 5131533-150

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