Ein Begriff aus dem Paket der neuen Gesundheitsreform, gegen den die Ärzte besonders heftig protestieren, der viele Patienten verunsichert und von dem so manche Experten sagen, dass er bei weitem nicht den erwünschten Erfolg, nämlich eine massive Kosteneinsparung, bringen wird, wurde unter dem Schlagwort: "Aut idem" bekannt. Das ist lateinisch und heißt "oder das Gleiche".
Möglicherweise wird dieser Begriff im Zuge der Proteste von Ärzten, Patienten und letztlich auch von Politikern noch aus dem "Reformpaket" wegverhandelt werden, doch sollten sich besonders die Spitzenpolitiker der Regierungsparteien die Worte "aut idem" immer vor Augen halten, denn wenn sie weiter "das Gleiche" tun wie bisher, werden voraussichtlich auch alle kommenden Wahlen "aut idem" ausgehen.
Unlängst in Niederösterreich hat schließlich nur der starke Landeshauptmann Erwin Pröll ein Wahldebakel der ÖVP verhindert. Die Unzufriedenheit der Wähler mit der SPÖ-(Bundes)politik wurde nur zu deutlich.
Trotz hehrer Versprechungen in der Folge blieb die koalitionäre Bundespolitik "aut idem". Daher fiel das Ergebnis der Tiroler Landtagswahlen noch deutlicher aus.
Auch wenn fürs Erste Dr. Gusenbauer seinen Parteivorsitz verliert und kein Fritz Dinkhauser die Parteienlandschaft durcheinander wirbeln kann, wird doch trotz aller Personalrochaden in der Regierung gelten: Es bleibt bei "aut idem" – Alles beim Alten.
Wien, 10. Juli 2008



