Eine die schwierigsten Aufgaben in diesen Tagen und Wochen ist es wohl, die Stimmung zwischen den Noch- (oder schon nicht mehr ?) Regierungsparteien bzw. den Noch- (oder schon nicht mehr ?) Koalitionsverhandlern auszuloten oder gar den Stand der Verhandlungen halbwegs realistisch einzuschätzen.
Dennoch: Eine Regierung wird es irgendwann geben - und vielleicht gibt es sie sogar jetzt schon - oder sind es doch nur die altbekannten politische Parteien, die sich auf Neuwahlen und den nächsten Wahlkampf vorbereiten?
Egal, wer immer nach den Schalthebeln der Macht greift, oder schon daran sitzt, sollte wissen – und auch danach handeln - dass Macht auch Verantwortung bedeutet. Nicht nur für einen maroden Finanz- und Aktienmarkt, für den – wie "deus ex machina" - die Milliarden nur so sprudeln, sondern auch für Menschen, denen es nicht so gut geht, für Pensionisten, für Kranke, für Pflegebedürftige und die vielen anderen von der globalisierten Wirtschaft ausgegrenzten Gruppen, die dringend auf eine Verbesserung ihrer Lebenssituation warten und denen es völlig Wurst ist, wer sich ihrer Sorgen annimmt.
Hauptsache, es geschieht bald und effizient.
Muss man Prophet sein, um zu ahnen, dass dieser Weg noch lang und steinig wird?
Wien, 10.12.2008



